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Sportliche Erfolge:

1953
Bundesmeisterschaft
2er Kunstradfahren
1980
Deutscher Meister
Jugend B

2er Radball
1981
Deutscher Vizemeister
Schüler A

2er Radball
1982
Deutscher Meister Jugend A

2er Radball
1983
Deutscher Vizemeister
Jugend B

2er Radball
1977 - 2005
24 Bayerische Meistertitel
in den Klassen:
Schüler A+B,
Jugend A+B,
Amateure 2er und 5er Radball
1991
Aufstieg in die 5er Radball-Bundesliga
1994
Deutscher Meister 6er Rasenradball
1996
Deutscher Vizemeister
6er Rasenradball
1998
Deutscher Meister
6er Rasenradball
1999
3. Deutscher Meister
6er Rasenradball
2000
Deutscher Meister
6er Rasenradball

2005

Deutscher Vizemeister
6er Rasenradball

2006
3. Deutscher Meister
6er Rasenradball

2007

Deutscher Meister
6er Rasenradball

Auszug aus der Geschichte des Radsportvereins Solidarität Bischberg e.V.

1925 – 1933: von der Entstehung bis zum Verbot

Am 10. Juni 1925 fanden sich einige Männer und Frauen, die gemeinsam einen Radfahrverein in Bischberg gründeten. Das Bestreben dieser Mitglieder war es, durch Ausflüge mit dem Fahrrad in die nähere Umgebung, Geselligkeit und Kameradschaft im Verein mit Gleichgesinnten zu pflegen. Auch spiegelte sich die politische Gesinnung im Verein wieder. Die Solidarität war der Sozialdemokratie sehr zugetan und bildete das Pendant zu den Concordia Radsportvereinen.

Eine der ersten Anschaffungen, die man durchführte, war der Kauf einer Vereinsstandarte zum Preis von 195 RM. Der Gründungsvorstand, Thomas Burger und seine Mitglieder, ließen auch das gesellige Leben nicht zu kurz kommen. Die erste Weihnachtsfeier erfolgte im Dezember 1927. Der Zusammenhalt der Mitglieder entsprach dem Zeitgeist. Viele Eintragungen im Kassenbuch der damaligen Zeit belegen dies. Mit den Rädern fuhr man z.B. bis nach Erlangen, um dort an Korsoveranstaltungen teilzunehmen. Der Beitrag betrug zur damaligen Zeit 50 Pfennig im Monat. Die Aufnahmegebühr wurde mit einer Mark veranschlagt. Der kleine junge Verein unterstützte sogar seine arbeitslosen Mitglieder und zahlte an diese monatlich bis zu 10 RM aus. Am 30. Dezember 1930 betrug der Kassenbestand 341,39 RM. Jedoch zeigten sich bereits die ersten grauen Wolken am politischen Himmel. Der Höhepunkt war die Machtübernahme von Adolf Hitler. Dadurch brach auch für die Soli eine sehr schwere Zeit an. Die letzte Aufzeichnung im Kassenbuch aus dieser Zeit lautet: Beschlossen in der Sitzung am 12. März 1933, genehmigt und sofort mit der Auszahlung begonnen. Was war geschehen? Die Mitglieder der Soli hatten ihr gesamtes Bargeld untereinander aufgeteilt und es so dem Zugriff Dritter entzogen. Die Standarte wurde in einem Kohlenkeller versteckt und damit vor der Zerstörung bewahrt.

 

1947 – 1955: Neugründung und Sporthallenbau

Im Jahre 1947 erlaubte die amerikanische Besatzungsmacht die Wiedergründung von Vereinen. Auch die ehemaligen Mitglieder der Solidarität schlossen sich wieder zu einem Verein zusammen. Die Satzung musste beim Landratsamt vorgelegt und von den amerikanischen Behörden genehmigt werden. Die Soli wurde offiziell am 19. Juli 1947 wieder gegründet. Die Gründungsversammlung fand in der Gaststätte Dorsch, beim „Dorsch'n Helmer", in Bischberg statt.

 

 

Nun wollte man sich auch sportlich betätigen und schaffte sich Reigenräder und Kunstradmaschinen an. Es wurde Reigenfahren, Steuerrohrreigen, 1-er und 2-er Kunstradfahren und Radball betrieben. Das Training wurde in der Gaststätte „Peßler", dem heutigen „Unteren Schloß", abgehalten. Der Verein nahm einen guten Aufschwung und die Mitgliederzahlen stiegen beständig. Den ersten großen sportlichen Erfolg konnten Nikolaus Weis   und Oswald Wetz mit dem 1. Platz bei den Bundesmeisterschaften im 2-er Kunstradfahren erringen.

Dies veranlasste die damalige  Vorstandschaft unter dem 1. Vorsitzenden Thomas Burger eine Sporthalle zu bauen. Am 30. April 1954 wurde die Soli ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Bamberg eingetragen. Jetzt waren die rechtlichen Voraussetzungen für den Kauf eines Grundstückes gegeben. Mit dem Beginn der Baumaßnahmen wurde die größte Herausforderung der Vereinsgeschichte in Angriff genommen. In Eigenleistung der Mitglieder, aber auch von Nichtmitgliedern, wurde unsere Halle mit Gaststätte und Wohnungen errichtet. Bereits im Jahr 1955 konnte Herr Pfarrer Geist die Sporthalle einweihen.

In diesem Jahr errang die Soli weitere hervorragende Platzierungen bei Bundesmeisterschaften. Die Soli war bundesweit einer der erfolgreichsten Vereine mit insgesamt 62 errungenen Gaumeisterschaften.

 

 

 

1956 – 1976: Verfall und Neubeginn

Nach erfolgreichen Jahren, wirtschaftlich wie auch sportlich, verfiel die Soli in der Folge jedoch in das Tief ihres Vereinslebens. Dies zeichnete sich bereits ab dem Jahr 1963 ab. Der freie Fall des Vereins hatte begonnen und gipfelte in der außerordentlichen Generalversammlung am 07. November 1964. Wichtigster Tagesordnungspunkt war: Verkauf der Sporthalle aufgrund erheblicher Bankverbindlichkeiten. Georg Weis war es letztendlich, der die Mitglieder überzeugte, die Sporthalle nicht zu verkaufen und übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, welches er danach 23 Jahre lang innehatte. Einige Idealisten kämpften zusammen mit weiteren Mitgliedern um den Erhalt der Sporthalle und hatten letztendlich Erfolg.

Auch in sportlicher Hinsicht war der Verein ins Bodenlose gefallen - man hatte keine einzige Aktivität mehr zu verzeichnen. Dann aber kam die Wende. Erst nachdem die Räder aus dem Keller geholt und mit Schmirgelpapier entrostet worden waren, konnte unter Leitung von Heinrich Betz wieder mit dem Training begonnen werden. Ein spektakulärer Erfolg gelang der Mannschaft Heinz Sauer/Nikolaus Weis mit dem Aufstieg in die Bundesliga des Bundes der Solidarität im Jahr 1975.

1976 – Gegenwart: wirtschaftliche Konsolidierung und sportliche Blütezeit

Mit dem sportlichen Erfolg kehrte auch der Aufschwung in den Verein zurück. Die Sporthalle wurde von nun an kontinuierlich in Eigenleistung renoviert, die Gaststätte von freiwilligen Mitgliedern selbst bewirtschaftet. Durch das eigene Betreiben der Gaststätte mit vielen Veranstaltungen konnten die Bankverbindlichkeiten vorzeitig zurückgezahlt werden. Das verdiente Geld wurde sogar in die Sporthalle reinvestiert.

Im sportlichen Bereich konnte die Jugendmannschaft Wolfgang Kohn und Peter Kreuzer im Jahr 1979 den 1. Platz bei der Bayerischen Meisterschaft erringen. Der größte Erfolg gelang Ihnen im Jahr 1980 mit den Titeln des Bayerischen, Süddeutschen und Deutschen Meisters. In dieser Saison verloren sie kein einziges Spiel. Im Jahr 1982 wurden sie erneut Deutscher Meister in der Jugendklasse A.

 

Angespornt von den Erfolgen ihrer Sportkameraden kamen auch Uwe Kohn und Thomas Köhler zu unzähligen Erfolgen. Im Jahr 1981 wurden sie in der Schülerklasse Deutscher Vizemeister und im Jahr 1983 Bayerischer Vizemeister. Nicht nur im 2-er Radball konnte man Erfolge feiern. Auch im 5-er Radball und im 6-er Rasenradball ist die Soli Bischberg bis zum heutigen Tag aktiv und erfolgreich. Zahlreiche Bayerische und sogar Deutsche Meistertitel zeigen, dass sich die Vereinsführung mit ihren Sportlern und zahlreichen Helfern auf dem richten Weg befindet.

Durch diese Erfolge im 5-er und 6-er Radball wurde unser Verein auch über die Ortsgrenzen hinaus populär. Die höchste Auszeichnung erhielten unsere Sportler durch den Landrat, Herrn Dr. Günter Denzler. In den Jahren 1997 und 1998 wurde das 5-er und 6-er Team zur Mannschaft des Jahres im Landkreis Bamberg gewählt.

 

 

Die Soli Bischberg richtete sportliche Großveranstaltungen, wie Länderkämpfe, Bundespokale und Deutsche Meisterschaften aus. Ohne das bewährte gute Zusammenspiel von Vereinsführung, Sportlern und Mitgliedern wäre dies in den letzten Jahrzehnten nicht möglich gewesen. Nur durch dieses Engagement blühte die Soli Bischberg nach Tiefschlägen immer wieder auf.

An dieser Stelle möchten wir allen Helfern, Sponsoren, Mitgliedern, Nichtmitgliedern und Gönnern der Soli Bischberg für ihre Unterstützung danken. Dies gilt insbesondere auch für unsere Gemeindeväter, die immer ein offenes Ohr für uns hatten.

Dieser Auszug aus unserer Chronik kann und soll keinen Anspruch erheben auf Vollständigkeit aller Geschehnisse und der beteiligten Personen, sowie aller Sportler und derer Erfolge.

 

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